MEMO 1
art is hard
Zwei Tage Ausstellung, Performances und Vorträge in der Baustelle der Alten Dreherei.
Das Programm wird in der nächsten Zeit aktualisiert. Änderung vorbehalten. Bitte checkt hin und wieder diese Seite.
MEMO 1: art is hard - Festival /// 1. & 2. Oktober
Den theoretischen Bezugsrahmen des Festivals bildet die Performance "Horror Vacui – andallthatcouldhavebeen", die am 24.06.2011 im Forum Freies Theater (FFT) Premiere feierte. Eine performative Auseinandersetzung mit Motiven der Avantgarde, Fragmenten & Bruchstücken von Walter Benjamin, Peter Weiss und Heiner Müller zur Erinnerung an eine vergessene Zukunft.Die Variante die an diesem Wochenende in der alten Dreherei Mülheim zu sehen sein wird verschiebt den Fokus von der Simulation auf die Auseinandersetzung mit dem Raum der alten Werkhalle.
Darüber hinaus gibt es zahlreiche Beiträge die sich mit dem theoretischen Hintergrund von "Horror Vacui" befassen. Und das ist nicht alles...
1. Oktober: >15 oo, Ausstellung:Isabelle Klasen: "Der Siegesaltar der versiegenden Hoffnung" (Zyklus aus 10 Collagen) / Isabelle Klasen ist Mitglied der Künstlergruppe "ZeitgenossenSchafft" und lebt, malt und collagiert in Mülheim an der Ruhr.
bld & nuna: Eine bildnerische Auseinandersetzung mit dem Motiv Pergamonfries und dem Abscheu vor der Leere / Die Streetart Künstler bld & nuna sind Mitglieder der Künstlergruppe sous les pavés. -> druckgraphische Delinquents, infantile Kritzelei, Propaganda, über den Rand malen, plakatieren, kratzen, skribbeln, taggen, experimentieren, stickern, selbstkritischer Eskapismus und Pillepalle.
>ca. 18 oo, Vortrag:Rainer Midlaszewski: "Ästhetik und Widerstand
Gedanken zu einer historisch-materialistisch en Kunstbetrachtung bei
Peter Weiss und Walter Benjamin" - Bildvortrag und Diskussion In der Eingangssequenz von Peter Weiss Roman „Die Ästhetik des
Widerstandes“ reflektieren die Romanprotagonisten vor dem
Pergamonaltar in Berlin ihre Niederlage angesichts des deutschen
Faschismus und zugleich die Notwendigkeit von Widerstand dagegen. Die
historisch-materialistisch e Durchdringung des Kunstwerks Pergamonaltar
als Träger verdichteter Widersprüche und seine Aneignung als
Reflektionsmedium entfalten das Leitmotiv des Romans, den Zusammenhang
von Ästhetik und Widerstand. Kann eine so verstandene Kunstbetrachtung
im Zeitalter der Wissensökonomie noch ein positiver Bezugspunkt sein?
>20 oo, Theaterperformance:"Horror Vacui - andallthatcouldhavebeen" Konzept/Organisation/Regie : Sebastian Brohn
Organisation/Dokumentation : Kezban Iscan
Performance: Alexandra Zimmer, Mike Vojnar, Constanze Jeschonek
Klang: Werner Schmidgen & J.F.Sebastian
Kamera, Medien: Nicolai Unrein
Licht: Christian Gardt
Fotodokumentation: Dirk Koltermann & Daniela Kessler
Artwork: bld
>ca. 21 30, Epilog:
N / www.n-1511.comEarthchaos / DIY modular syntheziser and circuit bending drone-noise-scapes http://soundcloud.com/earthchaosWiivaldi / Surrealpopart PerformanceKarl Matrix and the Fall of Vishnu / unmenge & J.F.Sebastian vermessen experimentell und unter zuhilfenahme von Gitarre, Computer und bunter Effektpedale die Reichweite des Begriffs der Performance.
http://soundcloud.com/souslespaves/the-max-walther-j-f-sebastian
2. Oktober:>15 oo, Ausstellung:Klasen, bld, nuna
>ca. 17 oo, Performance:"Und die Zukunft rauscht im Hintergrund": Klang – Dauer – Bewegungsbildervon Heike Bröckerhoff und Marie Werthschulte.
Performance: Melanie Monyer, Manuela Frauenrath, Stephan Kraske
Klangkunst: Till FreeseIn Zeiten des Turbokapitalismus ist Warten ein lästiges Unding, Zeitmanagement die oberste Tugend. Warten kostet, denn Zeit ist Geld und wenn schon warten, dann bitte möglichst effizient und die Wirtschaft ankurbeln. Umso mehr ein Grund danach zu fragen, was Warten ist und was es sein kann. Diese ökonomische Sünde abzukoppeln von Zeitdruck und Verschwendung und einfach nur warten…
>ca. 18 oo, Vortrag:Dr. David Salomon:Material Mimsesis Modell - Brecht, Weiss und eine Ästhetik des sozialen ExperimentsBertolt Brecht und Peter Weiss stehen beide für eine Ästhetik des
sozialen Experiments, die die Literatur als Erkenntnismedium für
politische und gesellschaftliche Verhältnisse etabliert. Weiss ist sich
dabei bewusst, dass er ein Brechtsches Erbe antritt. Insbesondere die
Rolle, die Brecht in der Ästhetik des Widerstands zugesprochen wird, ist
hierbei aufschlussreich.Dr. David Salomon vertritt im WS die Professur Didaktik der
Sozialwissenschaften an der uni Frankfurt.
>20 oo, Theaterperformance:"Horror Vacui - andallthatcouldhavebeen"
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Samstag 01. & Sonntag 02.10. 2011 ab 15 Uhr
Alte Dreherei (nahe Camera Obscura, wird ausgeschildert)
Am Schloss Broich 50
45479 Mülheim an der Ruhr
<br /><small>Größere Kartenansicht</small>
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Dank unseren Förderern und Kooperationspartnern: Kulturbetrieb, Kulturwerk und Alte Dreherei.

